TAG DER ARCHITEKTUR UND INGENIEURBAUKUNST 2026
Viele unserer täglichen Wege absolvieren wir gewohnheitsmäßig.
Unsere Umgebung nehmen wir oft nur noch bewusst wahr, wenn sie uns besonders positiv oder besonders negativ auffällt. Ganz intuitiv suchen wir Lieblingsplätze auf – oder meiden Gegenden und Orte, die unser Empfinden stören oder gar Angst verursachen. Gebaute Umwelt ist allgegenwärtig, wir können uns ihr nicht entziehen, und doch spielt sie im öffentlichen Diskurs eine oft untergeordnete Rolle. Dabei sind die gebaute Umwelt und gelebte Baukultur gesamtgesellschaftliche Anliegen, denn alle gemeinsam sind wir gefragt, unsere Umwelt lebenswert zu gestalten und zu erhalten.
Wie kann das gelingen? Um ein Bewusstsein für gebaute Umwelt zu wecken und persönliche Erfahrungen zu ermöglichen, laden Planerinnen und Planer mit ihren Bauherren die Öffentlichkeit alljährlich ein, mit ihnen auf Streifzug zu gehen, Projekte zu besuchen und beim Austausch neue Perspektiven zu gewinnen.
Der Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst ermöglicht individuelles Erleben der Komplexität von Planungs- und Bauprozessen und neue Ein- und Ausblicke, erläutert Ministerin Magdalena Finke in ihrem Grußwort zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2026. Wieso sind die Dinge, wie sie sind? Und warum wurde etwas so und nicht anders umgesetzt? Wie entsteht unsere gebaute Umwelt, wie schaffen wir eine Umwelt, in der wir gern leben, die nachhaltig ist, unsere Bedarfe deckt und mit sich entwickelnden Anforderungen mitwächst?
All diese und weitere Fragen finden ihren Platz bei den Besichtigungsangeboten und können im Austausch erörtert werden. Viele der vorgestellten Projekte sind jenseits des Aktionswochenendes nicht in dem Maße zugänglich – diese Tatsache macht den besonderen Charme der angebotenen Streifzüge aus. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen – und inspirierende Begegnungen vor Ort am 27. und 28. Juni 2026!